Interview mit Timur Güler

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[MindFreak] Hallo Timur. Erstmal vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst dich meinen Fragen zu stellen. Zu Beginn würde ich vorschlagen, dass du dich kurz in 1-2 Sätzen vorstellst.


[Timur] Hallo MindFreak. Klar gerne. Ich heiße Timur Güler, bin 32 Jahre alt und komme aus dem Raum Oberfranken. Meine ersten filmischen Erfahrungen habe ich 2003 als Komparse gemacht. Seit 2011 bin ich aktiv im Independent Film tätig und unterstütze in vielen Bereichen wo ich kann.


[MindFreak] Du bist derzeit noch recht unbekannt. Hast aber schon mit Olaf Ittenbach und Manoush zusammengearbeitet. Mal so gefragt, was hat dich dazu gebracht schauspielerisch aktiv zu werden?


[Timur] Das habe ich, mehr oder weniger, meinem Großvater zu verdanken. Durch ihn habe ich meine Leidenschaft zum Film und Geschichten erzählen entdeckt. Und als ich mit fünf oder sechs Jahren den ersten Terminator Film sah, war ich so sehr von der Magie des Films fasziniert, dass ich mir in den Kopf gesetzt hatte, irgendwann selber mal etwas in der Filmwelt zu erschaffen oder irgendwie meinen Beitrag zu leisten.


[MindFreak] Wie war es für dich mit Leuten wie Olaf Ittenbach oder Manoush zusammen arbeiten zu dürfen?

[Timur] Da Olaf und Manoush in der Szene keine unbekannten Gesichter sind, war es für mich natürlich ein Ehre, beide persönlich kennengelernt zu haben. Dadurch hat sich auch eine Freundschaft entwickelt, die sich bis heute noch hält. Was ich an Olaf sehr schätze ist seine knallharte, bayrische Ehrlichkeit. Wenn ihm jemand oder etwas nicht passt, sagt er es dir offen ins Gesicht. Manoush ist eine Person, die viel für einen macht, wenn man sich ihr gegenüber auch ehrlich und korrekt verhält. So etwas ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich. Ich habe den beiden deswegen viel zu verdanken.

[MindFreak] Nimmt man da für sich auch persönlich was mit? Erfahrungen oder ähnliches?


[Timur] Auf jeden Fall. Es sind dadurch viele positive Erinnerungen, Projekte und Bekanntschaften entstanden. Wenn man sich unter Gleichgesinnten befindet fühlt man sich meistens immer wohl.

[MindFreak] Was hast du an Erfahrung für dich aus den beiden Dreharbeiten mitnehmen können? Hast du dir die Arbeit auch so vorgestellt?


[Timur] Die erste Erfahrung war natürlich, dass Filme zu drehen schwieriger ist als man es sich zuerst vorstellt. Angefangen bei der Idee, über die Planung, bis hin zur Fertigstellung können schon mal Jahre vergehen. Aber die wohl entscheidendste war, jedes mal beim Dreh neue und bekannte Gesichter wieder zu treffen. Es ist immer wie ein kleines Familientreffen unter Verrückten. Es war nicht immer stressfrei und oft sehr zeitaufwändig aber im großen und ganzen hatte sich ein kleiner Traum erfüllt. Und der Spaß stand bei mir immer an erster Stelle.


[MindFreak] Bittersweet Revenge sowie Living in a Box, das waren bisher die Projekte an denen du beteiligt warst. Gab es zu dem Zeitpunkt schon einen Ablauf für dich, wie du dich auf die Arbeit vor der Kamera vorbereitet hast?


[Timur] Bei Bittersweet Revenge war es das erste mal, dass ich ein Drehbuch vollständig lesen durfte (lach). Aber da meine Rolle nicht zu komplex ausfiel, konnte ich mich einfach selber spielen. Bei Living in the Box war die Sache schon etwas interessanter. Wir bekamen am Tag des Drehs eine kurze Einweisung in die Geschichte und der Figuren. Dann sollten wir über ein Thema in einer Tischrunde diskutieren während zwei Kameras liefen. Der Take lief ungefähr 45 Minuten ohne Schnitt. Irgendwann beachteten wir die Kamera nicht mehr und man war sich nicht mehr sicher ob wir noch spielten oder uns schon wirklich stritten.




[MindFreak] Thomas Goersch, mit ihm hast du zusammenarbeiten dürfen für das Projekt Living in a Box. Demnächst arbeitet ihr wieder gemeinsam für ein Projekt. Imago Anima. Wie habt ihr euch kennengelernt bzw. wie kam eure Zusammenarbeit speziell für Living in a Box zustande?


[Timur] Das fing damals so an... Ich schrieb Thomas über die sozialen Medien an und wir blieben eine Weile in Kontakt. Als ich für Adriano Ingrao ein paar Werbeplakate und Storyboards für WEDDING PARTY gezeichnet hatte, veröffentlichte ich sie auf Facebook. Thomas wurde darauf aufmerksam und fragte mich ob ich für seinen Film DAS KLEINE FENSTER GLÜCK ebenfalls ein Bild zeichnen möchte. Natürlich hatte ich sofort zugesagt. Nachdem wir uns dann mal in Stuttgart persönlich trafen und uns gut verstanden, bot mir Thomas Monate später eine Nebenrolle in LIVING IN A BOX an.


[MindFreak] Kannst du uns schon verraten worum es bei Imago Anima gehen wird und was dein Part dort sein wird?


[Timur] Leider kann ich über den Inhalt noch nichts verraten. Nur soviel... Ich werde diesmal eine der Hauptrollen in dem Film übernehmen. Er wird mit Sicherheit viele moralische Fragen aufwerfen und bei manchen einige Kontroversen auslösen. Und da der Regisseur (Dorian Valentino) ebenfalls aus dem Kreise Marian Dora stammt, können sich manche Zuschauer bestimmt schon denken was bald auf sie zukommen wird.


[MindFreak] Ist derzeit etwas geplant neben Imago Anima, was in Zukunft für dich auf dem Plan steht und kannst evtl. schon darüber berichten?


[Timur] Es sind zwar ein paar Filmprojekte in Planung, aber noch nichts was wirklich spruchreif wäre. Bis dahin werde ich mich weiter um mein Herzensprojekt kümmern. Ein Graphic Novel mit dem Titel INSOM(A)NIAC. Es wird eine düstere Variante aus ALICE IM WUNDERLAND und DIE UNENDLICHE GESCHICHTE, dessen Ausgang der Leser selber entscheiden kann.


[MindFreak] Zum Abschluss bedanke ich mich vielmals bei dir. Wünsche dir viel Erfolg für die Zukunft und überlasse dir zum Abschluss noch ein paar Worte an die Leser dieses Interviews.


[Timur] Vielen Dank MindFreak. Es war mir auch eine Freude. Dann möchte ich das Wort an die ganzen Leute im Independent Bereich richten. Auch wenn wir die breite Masse noch nicht wirklich erreicht haben, wissen wir trotzdem, dass man zusammen als kleines Team auch etwas großes schaffen kann. Aber das erreichen wir nur, wenn wir uns weiterhin gegenseitig helfen. Und ich möchte mich natürlich auch bei allen bedanken, die immer an mich geglaubt und unterstützt haben.

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