Interview mit Simon Felden

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[MindFreak] Hallo Simon und danke dass du dich im Vorfeld der Dreharbeiten zu „Herr Berger sucht einen Sohn“ einigen Fragen stellst. Zu Beginn würde ich es begrüßen wenn du dich in ein bis zwei Sätzen selber vorstellst.


[Simon] Mich in 1 bis 2 Sätzen vorzustellen wird mir schwer fallen, da ich gerne rede, ich gebe jedoch mein bestes, mich so kurz wie möglich zu halten :-) Ich heiße Simon Felden komme gebürtig aus dem schönen Tübingen, lebe derzeit dort und habe dort auch meinen festen Halt. Ob ich Tübingen jemals verlassen werde, bezweifle ich sehr. Und wenn, dann nur vorübergehend, denke ich. Meine bisherigen Erfahrungen habe ich Am Theater sowie Am Musicaltheater und auch am Set sammeln können und dürfen. Ich habe an diversen Filmprojekten einige kleinere Rollen verkörpert und bin derzeit in den Endproben des Musicals "La Cage aux Folles" , in welchem ich ab Juni diesen Jahres, die Rolle des `Jacob`spielen werde. Ich fühle mich auf der Bühne, wie auch vor der Kamera sehr wohl und es erfüllt mich, anderen Menschen etwas mitgeben zu können. Denn der Sinn der Schauspielerei, ist meiner Meinung nach, den Zuschauer zu berühren und ihm eine Botschaft zu übermitteln.


[MindFreak] Als du von dem Projekt erfahren hast, was hat dich bewogen zu dem Casting von Thomas Goersch zugehen oder lief das ganz anders ab, dass du zu dieser Rolle kamst?


[Simon] Naja, um ehrlich zu sein, habe ich mir unter dem Filmtitel im ersten Moment einen Heimatfilm oder einen schlechten Sonntagabend Film vorgestellt und das Projekt daher im ersten Moment ignoriert. Ich habe dann kurze Zeit später jedoch einen Post in Facebook entdeckt, in welchem der Inhalt des Filmes in einer kurzen Zusammenfassung zu sehen war. Nun war mir auch ganz schnell klar, dass es ganz und gar nicht um ein langweiliges Projekt geht, sondern vielmehr um einen Film mit Ausdruck, mit einer Botschaft, mit einer "Geschichte" Ein Film, komödiantisch, aber dennoch mit Klasse und mit Anspruch. Also habe ich Thomas angeschrieben und mich beworben; Beworben auf eine Rolle, für die ich eigentlich zu jung gewesen bin. Dennoch habe ich mein Glück versucht. Thomas hat mich dann zum Castinggespräch eingeladen und wir waren sehr schnell warm miteinander und sind bis heute, so denke ich, auf einer Wellenlänge, sei es in Bezug auf das Filmprojekt, wie auch in diversen anderen Ansichten.


[MindFreak] Als du dann erfahren hast worum es im dem Projekt gehen wird, was hast du gedacht? Hat der Plot dir gleich zugesagt?


[Simon] Durch mein eigenes Leben, meinen bisherigen Werdegang und meine Erfahrungen zum Thema Homosexualität, positiv, wie negativ, welche ich bisher erlebt habe und erleben duftre bzw. musste, haben mich darin bestätigt, für dieses Projekt nicht nur geeignet, sondern "richtig" zu sein. Auch denke ich, dass ich zu meiner parallelen Rolle im Musical "La Cage aux Folles - Ein Käfig voller Narren", die Rolle des `Pierre`im Film Herr Berger sehr gut ausleben kann, da sich doch das ein oder andere widerspiegelt.


[MindFreak] Kannst du uns schon verraten was deine Rolle sein wird, in „Herr Berger sucht einen Sohn“?


[Simon] Ich spiele den besten Freund von Herr Berger, den "Pierre" und begleite Herrn Berger auf seinem naja, manchmal etwas steinigen, vielleicht für viele Menschen auch seltsamen Weg, auf der Suche nach einem Sohn. Es ist jedoch so, dass ich ihn nicht nur als Freund, Berater und treue Seele begleite, vielmehr spielt auch etwas "zwischenmenschliches" eine sehr große Rolle, zwischen Herrn Berger und mir. Auch wird er immerwieder in unangenehme Situationen kommen, bei welchen ich ihm beistehe und für ihn da bin. Aber ich teile auch ein großes Stück meines Lebens mit ihm und wir haben eine ganz besondere Verbindung zueinander. Mehr möchte ich jetzt aber nicht verraten bzw. spoilern :-) Seid gespannt ...


[MindFreak] Eine Sache die sicherlich Interessant ist, du warst bisher meist als Nebendarsteller oder Comparse vor der Kamera. Das Projekt ist das erste als „Hauptrolle“ für dich. Stellt das für dich eine spezielle Herausforderung dar?


[Simon] Wahrlich ist es für mich ein großes Projekt und ich freue mich rießig, Teil dieser Produktion sein zu können. Ich darf ja die 2. Hauptrolle im Film spielen, verkörpern und "leben", was mich auch ein Stück weit stolz macht, da es meine erste große Hauptrolle sein wird. Meine bisherigen Filmangagements waren alles kleinere Rollen, welche deshalb aber nicht schlechter waren, nur eben anders und nicht so ausgeprägt, wie es meine jetzige Rolle sein wird. Ich selbst versuche mich natürlich so gut ich kann darauf vorzubereiten und mich vor Allem in die Rolle hineinzuversetzen. Ich bin auch der Überzeugung, dass die Rolle sehr gut zu mir passt und ich mich darin nicht "verstellen" muss, um die Rolle des "Pierre" verkörpen zu können.


[MindFreak] Was erwartest du für dich persönlich von den Dreharbeiten und gibt es irgendwelche Rituale, denen du nachgehst um dich auf das Projekt vorzubereiten?


[Simon] Ich erwarte von mir selbst, Disziplin und Spaß bei der Sache, die Größe des Projektes immer im Hinterkopf sowie die überzeugende Darstellung meiner Rolle. Da ich auch am Musicaltheater / Theater tätig bin, habe ich u.a. gelernt, mich in unterschiedliche Rollen hineinleben zu können, ganz egal, ob Mann, Frau, Tier oder Baum ;-). Wenn man es als Ritual bezeichnen möchte, trinke ich vor einem Spielbeginn eine Tasse Kaffe oder eine Tasse Tee und versuche meinen Altag für eine kurze Zeit "abzuschalten" und mich in die Rolle, welche ich dann verkörpere rein zu versetzen.


[MindFreak] Wenn das Projekt dann mal abgedreht ist, wie wird dein künftiger Werdegang im Bereich Schauspiel weitergehen, sofern es derzeit schon Pläne dazu gibt?


[Simon] Es stehen bereits neue und interesannte Projekte im Bereich Theater & Musical in der Tür. Eines davon auch etwas größer und anspruchsvoller, jedoch derzeit noch nicht spruchreif. Allerdings würde ich mich, sofern mir die Möglichkeit geboten wird, sehr über ein weiteres oder auch übere mehrere weitere Filmprojekte freuen. Vielleicht bzw. hoffentlich mit Thomas Goersch zusammen; Wer weiß, welche Überraschungen und Wege die Zukunft noch für mich bereit hält...


[MindFreak] Dann überlasse ich dir kurz und bündig, die letzten Worte in diesem kurzen Interview zu „Herr Berger sucht einen Sohn“ und bedanke mich sowie wünsche ich dir viel Erfolg.


[Simon] Ich bedanke mich für das Interesse am Projekt, an mir als Person und fühle mich ein Stück weit geehrt, dass ich an diesem Interview teilnehmen durfte. Ich wünsche allen Beteiligten und Darstellen viel Freude und Erfolg mit unserem Film.

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