Interview mit Michael Hasterok

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[MindFreak] Hallo Michael, erstmal vielen Dank für deine Zeit. Würde zu Beginn auch gleich vorschlagen, dass du dich selbst in ein bis zwei Sätzen vorstellst.


[Michael] Zu mir kann ich eigentlich nur sagen, dass Ich bin ein relativ normaler Kerl mit viel Phantasie bin, der sein Hobby zur Berufung gemacht hat und einfach gern schreibt. Wichtig ist mir ein offener und ehrlicher Umgang mit meinem Partnern und Kunden denn so lassen sich die besten Ergebnisse erzielen.


[MindFreak] Ich habe gesehen dass du als Drehbuchautor sowie Co-Autor für artfilmer.de von Alexander Katsirntakis aktiv bist. Wie kam die Zusammenarbeit zu Stande?


[Michael] Ich arbeitete an einem Langfilmprojekt und machte eine Ausschreibung auf Facebook. Bei einer Recherche kam ich zufällig auf Alexander. Seine bisherigen Arbeiten und sein Stil gefielen mir also schrieb ich ihn an. Es dauerte nicht lange bis er antwortete und noch weniger als wir diverse Parallelen zwischen uns feststellten.


[MindFreak] Die teilweise düsteren Filme die Alexander Katsirntakis dreht, hattest du Anfangs Probleme dich auf diese Art von Film einzustellen?


[Michael] Diese düstere Art spiegelt genau das wieder, das Alexanders Arbeit so besonders macht. Es ist kein Mainstream. Diese Art, spiegelt sich auch in meinen Werken wieder. Selten gibt es ein Happy End in meinen Werken. Alexander hat eine Art gefunden das düstere und die Kunst dahinter eins werden zu lassen und es auf die große Leinwand zu zaubern.

[MindFreak] Wie hat sich anfangs die Zusammenarbeit gestaltet, hast du Freiraum beim Schreiben bekommen oder hast du Vorgaben von Alex erhalten?


[Michael] Alexander ließ mir stets meinen Freiraum. Wie du vielleicht weißt, brauchen Künstler Freiraum um sich zu entfalten. Bei uns war das nie ein Thema. Nie gab es Probleme wenn ich eine Woche keine guten Ideen hatte, weil dann 2 Wochen später ein komplettes Langfilmdrehbuch vorlag. Bei „der Austreibung“ habe ich als Co Autor agiert. Alexander teilte mir seine Vorstellungen mit und ich schreib sie nieder. Hierbei wurde wieder einmal deutlich, dass sich unser Stil perfekt deckt.




[MindFreak] Hast du dich auf ein bestimmtes Genre spezialisiert? Was gefällt dir besonders an dem Job des Drehbuchautors? Was ist so reizvoll daran?


[Michael] Ich schreibe ja in den Genre Horror, Psycho, Thriller, Mystery, Action und Drama, was mich sozusagen zu einem Allrounder macht. Drehbuchautor zu sein ist nicht einfach. Es ist harte Arbeit. Nicht das schreiben. Entweder man hat es, oder man hat es nicht. Die Schwierigkeit liegt an der Umsetzung deines eigenen Werks. Spezifisch an der Crew, dem Budget, der Detailplanung etc.. Aber du weißt ja was man sagt. Unmöglich, aber machbar . Das reizbare ist etwas zu erschaffen. Autor zu sein bedeutet zu erschaffen. Nicht das Geld, sondern das erschaffen steht im Fokus.


[MindFreak] Wie kann ich mir als außenstehender die Arbeit als Drehbuchautor vorstellen? Wie geht man da vor?


[Michael] Nun ich denke jeder Autor hat eine andere Herangehensweise. Zudem gibt es auch Unterschiede zwischen studierten und autodidakten Autoren. Ich zum Beispiel beginne mit dem Exposé, danach folgt das Treatment und zum Schluss das Drehbuch. Zum Zeitpunkt des Treatments weiß ich bereits die komplette Geschichte und lasse der Kreativität freien Lauf.

[MindFreak] Gibt es bestimmte Herausforderungen, auf die man sich als Drehbuchautor einstellen sollte?


[Michael] Natürlich! Es gibt immer Sonderwünsche die dich auf die Palme bringen können. Im Auftrag diverser Kunden war schon der eine oder andere fragwürdige Auftrag dabei. Amüsant waren sie aber alle. Es gibt natürlich auch Timelines und Deadlines die einzuhalten sind. Manchmal kann das sehr stressig sein, vor allem mit einem weiteren Job, einer Familie und den alltäglichen Verpflichtungen. Aber bis jetzt gab es noch keinen Auftrag den ich nicht abschließen und halten konnte.


[MindFreak] Welchen Stellenwert hat das Medium Film mittlerweile für dich. Siehst du durch die Arbeit, Filme aus einer andren Perspektive?


[Michael] Ja, absolut. Das ergibt sich aus dem Zusammenhang. Wenn ich einen Film sehe bewerte ich die Schauspielerische Leistung, die Dialoge, das Setting, die Locations, den Schnitt zwischen den Szenen, die Synchronisation, etc. Selbstverständlich sind und bleiben Filme eine Geschmackssache aber dieses düstere, wie du vorhin geschrieben hast kann auch in Hollywood sehr ankommen. Man nehme hier beispielsweise Quentin Tarantino. In Deutschland sehe ich diese Werke in der Independent Szene aber für mehr wird es schwierig, denn ich schreibe ja keinen Tatort J


[MindFreak] Was wird die Zukunft bringen, gibt es derzeit Projekte an denen du involviert bist und von denen du schon berichten kannst?


[Michael] Ich bin offen für das was in der Zukunft liegt, aber ich nehme es wie es kommt. Aktuell arbeite ich mit Alexander an der Umsetzung eines Kurz-und eines Langfilms sowie einem Remake eines alten Horrorfilms, den ich im Zuge eines Schulprojekts umgesetzt habe. Aber konkretes dazu findest du dann in Facebook und den anderen sozialen Medien. Zudem wurde gerade ein Kurzfilmprojekt mit dem Titel „Wiederkehr“ vom Wiener Kult abgeschlossen und befindet sich aktuell in der Postproduktion.


[MindFreak] Zum Abschluss, bedanke ich mich vielmals bei dir. Überlasse dir zum Abschluss noch ein paar Worte an die Leser dieses Interviews.


[Michael] Ich danke dir für die Möglichkeit dieses Interviews und hoffe dich bei der nächsten Premiere von Alexanders und meinem Film zu sehen.


[Michael] Ein paar Worte an die Leser, die erwägen den Weg des Autors einzuschlagen. Tut es einfach! Wie oben schon geschrieben ist der Beruf des Autors eine Berufung. Ich hatte erst neulich die Situation, dass mich jemand gefragt hat ob er Autor werden kann weil er gern schreibt. Natürlich kann man das. Natürlich sollte man als Autor publizieren, aber warum nicht versuchen? Man schreibt um sich zu verwirklichen und wenn Geld deine Hauptmotivation ist, hast du den Sinn des Schreibens nicht verstanden. Es geht um dich und deine Kreativität, um nichts andres. Joan K. Rowling hat sicher mit der Gute Nacht Geschichte „Harry Potter“ nie mit solch einem Erfolg gerechnet und dennoch ist es so. In dieser Welt des Schreibens gibt es keine Grenze, keine Regeln, keine Konsequenzen. Du bist frei, also fühl dich frei und schreib drauf los, denn die Worte kommen von allein. Glaubt an euch, denn ich tue es auch!

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