Interview mit Tomas Da Prato

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[MindFreak] Zu Beginn, erst einmal vielen Dank, dass du dich meinen Fragen stellst. Würde auch zu Beginn gleich mal vorschlagen dass du dich selbst kurz vorstellst.


[Tomas] Geboren wurde ich 1966 in Hagen ( NRW ) und aufgewachsen bin ich in Hohenlimburg. Verheiratet, eine Tochter und 3 Hunde. Seit 34 Jahren in der Metallindustrie beschäftigt; davon die letzten 14 Jahre in leitender Position. Zu meinen Hobbys zählen: Sport, reisen, lesen, feiern und natürlich Filme.


Zum Film selbst kam ich durch Olaf Ittenbach, mit dem ich seit August 2013 befreundet bin. Bisher spielte ich Rollen in folgenden Filmen:


2014„ 5 Seasons „ von Olaf Ittenbach

2015 „ Colour Man „ von Olaf Ittenbach

2015 „ Moormonster 2 „ von Brandl Pictures

2016 „ Julia und Romeo „ von Jochen Taubert

2017 „ Room of Exzess „ von Stefan Sierecki

2017 „ Uncut Police 2 „ von Waldemar Feifer ( noch nicht abgedreht )


[MindFreak] Deine Schauspieler Karriere begann für Olaf Ittenbachs „5 Season“. Wie kams du dazu?


[Tomas] Die Rolle wurde mir von Olaf selbst angeboten; er meinte ich wäre der Richtige dafür.


[MindFreak] Dann auch noch ein Splatterfilm mit der recht heftigen Message. Hast du vorbehalte zu deiner Rolle als Marcel gehabt?


[Tomas] Vorbehalte eigentlich nicht. Dass das ein heftiges Ding wird wusste ich ja. Olaf und ich haben uns im Sommer 2013 bei uns auf der Terrasse die Folter – und Todesarten ausgedacht.


[MindFreak] Inwieweit hat Olaf Ittenbach dabei geholfen, in der Rolle zu bleiben. Wie empfandest du die Arbeit mit ihm generell?


[Tomas] Olaf hat mir gleich am Anfang 2 gute Tipps gegeben:


1.Lerne deinen Text bis Du ihn im Schlaf kannst.Nur wer Textsicher ist kann spielen.

2.Stell dir Marcel vor.Was ist das für ein Typ; was haben die Ereignisse aus ihm gemacht? Und so spielst Du ihn dann.


Die Arbeit mit Olaf war nicht immer einfach, aber ich möchte keine Minute missen.


[MindFreak] Wie hast du dich auf die Rolle vorbereitet? Stell ich recht mir schwer vor, sich auf so eine Rolle vorzubereiten.


[Tomas] So wie Olaf es mir geraten hat: Ich habe mir vorgestellt wie ich vielleicht an Marcels Stelle wäre und so habe ich ihn dargestellt.

Witziger Weise ist Marcels Charakter das genaue Gegenteil von mir. Er ist extrem rabiat und auf Grund der Ereignisse völlig verroht. Ich dagegen bin eine Frohnatur und eigentllich immer gut gelaunt.


[MindFreak] Du spielst ja einen der Eltern die sich rächen. Was hast du speziell für dich an Erfahrungen mitgenommen?


[Tomas] Das was wir da tun ist kein bißchen besser wie das was die Mörder unserer Kinder getan haben. Mit unseren Taten stellen wir uns exakt auf die gleiche Stufe.


[MindFreak] Hattest du beim Dreh, den Eindruck das sich das ernste Thema bei deinen Kollegen für Unmut gesorgt hat?


[Tomas] Überhaupt nicht. Es ist schließlich nur ein Film, und das war jedem klar.


[MindFreak] Jeder steht zu diesen Thema anders. Aber wie wichtig ist für dich eine Aufarbeitung dieses Themas? Wenn auch radikal wir Ittenbach umgesetzt hat.


[Tomas] Es sollte jedem klar sein: Selbstjustiz ist keine Lösung und kann niemals der Weg sein. Wann immer wir in den Medien mitgeteilt bekommen das wieder ein Kind ermordert wurde, haben wir alle schon mal gesagt: Wenn ich das Schwein in die Finger bekommen würde……..! Aber natürlich weiß man das man gar nichts in dieser Richtung tun würde.


[MindFreak] Außerdem warst du für „Colour Man“ vor der Kamera gestanden. Was kannst du uns über deine Rolle dort verraten?


[Tomas] Bei Colour Man sollte ich eigentlich die Titelrolle spielen. Dies stand schon fest bevor Olaf mit dem Script begonnen hat. Leider mußte ich aus zeitlichen Gründen absagen und so ging die Rolle an Andreas Rimkus. Zumindest konnte ich noch die Rolle des Saviors spielen. Die einzige Nebenrolle welche maßgeblich die Story beeinflußt.


[MindFreak] Ein Blick auf deine Zukunft. Gibt es derzeit Pläne zu denen du evtl. was verraten kannst?


[Tomas] Naja, zu Plänen kann ich nicht viel sagen. Ich bin schließlich kein Profischauspieler und meine Zeit ist begrenzt. Familie und Beruf gehen vor. Aber das ein oder andere Projekt wird noch kommen.


[MindFreak] Zum Abschluss nochmal vielen Dank. Überlasse dir auch zum Abschluss die letzten Worte an die Leser dieses Interviews und verbleibe mit besten Grüßen.


[Tomas] Nun, Ich hoffe das niemand das Würgen bekommt wenn sie/er mich spielen sieht. Seit etwas nachsichtig, denn ich lerne ja noch.

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